Letztes Update: 28.11.20

 

Natürlich sind die Verdauung, die Darmflora und der Darm keine Themen, über die man tagtäglich spricht, liest oder hört. Doch es ist sehr wichtig, Verdauungsprobleme und andere Probleme im Darm nicht einfach zu hinzunehmen, denn beim Darm handelt es sich um ein lebenswichtiges Organ, das für viele Funktionen im Körper und die Gesundheit wesentlich mit verantwortlich ist.

Wenn die Darmflora gestört ist, gibt es über die Zufuhr von Probiotika eine einfache Möglichkeit, etwas für seine Gesundheit und vor allen Dingen das Wohlbefinden zu tun. Was Probiotika eigentlich sind, wie Sie dabei helfen, die Gesundheit zu fördern und worauf man beim Kauf achten sollte, haben wir in unserem ausführlichen Probiotika Test für Sie zusammengefasst.

Natürlich dürfen auch einige Empfehlungen für Hersteller und Produkte nicht fehlen, denn es gibt unterschiedliche probiotische Bakterien und probiotische Nahrungsergänzungsmittel, die lebendige Mikroorganismen enthalten.

 

Das Wichtigste in Kürze:

 

Eine gesunde Darmflora ist die Basis für ein gesundes Wohlbefinden.

Probiotika spielen in der Ernährung eine wichtige Rolle, denn im menschlichen Körper siedeln unzählige Bakterienkulturen, die für eine ausgeglichene Verdauung und eine gesunde Darmflora zuständig sind.

Probiotika sind probiotische Bakterien, die dabei helfen, Ihre Darmflora zu verbessern. Die Milliarden von Mikroorganismen unterstützen den menschlichen Körper beim Stoffwechsel und sorgen dadurch für ein besseres Wohlbefinden und fördern die Gesundheit.

Die Einnahme von Probiotika erfolgt in der Regel über Probiotika Kapseln mit Milliarden von probiotischen Organismen. Es gibt aber auch Tabletten oder probiotisches Pulver.

Kapseln und Tabletten machen die Einnahme von Probiotika besonders einfach, eine individuelle Dosierung der KbE (koloniebildende Einheiten) ist jedoch am besten mit Pulver möglich.

Probiotika helfen bei vielen Erkrankungen und können beispielsweise Durchfall nach der Einnahme von Antibiotika bekämpfen.

 

Probiotika Testberichte

 

Bevor wir Ihnen näher erklären, warum Sie durch ein Probiotikum eine gesunde Darmflora im menschlichen Körper unterstützen und eine positive Wirkung auf Ihr Wohlbefinden erzielen können, möchten wir Ihnen die besten Probiotika Kapseln vorstellen, die wir im Test ermittelt haben. Probiotische Nahrungsergänzungsmittel lassen sich sehr einfach einnehmen und sind gut verträglich.

 

Das beste hochdosierte Probiotikum

 

Nature Love Probiona PLUS Kulturenkomplex

 

Während klassische Probiotika üblicherweise zwischen 10 und 50 Milliarden KbE pro Tagesdosis bieten, handelt es sich bei dem Produkt vom Hersteller Nature Love um ein Präparat, das laut Hersteller bis zu 12-fach höher dosiert ist. Je Tagesdosis nimmt man hier 120 Milliarden Einheiten KbE zu sich. Dafür muss man allerdings vier Kapseln täglich einnehmen. Natürlich können Sie die Dosis auch reduzieren, wenn Sie täglich nur zwei Kapseln zu sich nehmen. Eine Kapsel enthält also 30 Milliarden Einheiten KbE. Neben 20 verschiedenen probiotischen Bakterien ist auch Bio Inulin enthalten. Zu den probiotischen Bakterien gehören unter anderem:

  •         Lactobacillus reuteri
  •         Bifidobacterium longum
  •         Lactobacillus salivarius
  •         Lactobacillus plantarum
  •         Bifidobacterium bifidum
  •         Lactobacillus casei
  •         Lactobacillus rhamnosus
  •         Lactobacillus acidophilus und mehr.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis der Kapseln ist insgesamt sehr gut, es ist gut verträglich und laut Hersteller wird das Produkt komplett in Deutschland aus gefriergetrockneten Kulturen aus kontrolliert biologischem Anbau gewonnen. Im Lieferumfang sind insgesamt 60 magensaftresistente Kapseln enthalten, was bei einer Einnahme von vier Kapseln pro Tag für knapp einen Monat reicht. Durch die hohe Dosierung ist das Probiotikum auch gut zum Entgegenwirken der Folgen von Antibiotika geeignet.

 

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Das beste vegane Probiotikum mit Bio-Inulin

 

Natural Elements Kulturen Komplex Flora – 21

 

Bei Flora 21 vom Hersteller Natural Elements handelt es sich um ein beliebtes veganes Probiotikum, das 21 Bakterienstämme und Bio Inulin enthält. Insgesamt nimmt man über zwei Kapseln täglich 10 Milliarden KbE pro Tagesdosis zu sich. Zu den 21 verschiedenen Einheiten KbE gehören unter anderem

  •         Lactobacillus reuteri
  •         Bifidobacterium longum
  •         Rhamnosus Lactobacillus
  •         Lactobacillus salivarius
  •         Lactobacillus plantarum
  •         Bifidobacterium bifidum
  •         Lactobacillus casei
  •         Lactobacillus rhamnosus
  •         Lactobacillus acidophilus und mehr.

Da laut Hersteller ausschließlich Inhaltsstoffe aus ökologischem Anbau sowie Bio Inulin zum Einsatz kommen, die gut verträglich sind und die veganen Kapseln laut Hersteller in Deutschland produziert werden, ist das Preis-Leistungs-Verhältnis für die 180 Kapseln insgesamt sehr gut. Auch als Gegenmaßnahme gegen negative Folgen der Einnahme von Antibiotika sind die Kapseln sehr gut geeignet.

 

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Das beste Probiotikum mit 3 Monats-Vorrat

 

Nupure Probaflor plus Inulin

 

Bei Probaflor handelt es sich um ein Probiotikum, das für insgesamt drei Monate ausreicht, wenn Sie pro Tag eine Kapsel einnehmen. Es ist rein biologisch, vegan und wird in Dänemark hergestellt. Insgesamt enthält Probaflor 11 verschiedene Darmbakterien sowie Milchsäurebakterien und Inulin.

Insgesamt enthält Probaflor vom Hersteller Nupure 20 Milliarden Bakterien (Lebendkulturen) pro Kapsel, also auch 20 Mrd. KbE pro Dosis, da lediglich eine Kapsel am Tag eingenommen werden muss. Zu den Bakterienkulturen gehören beispielsweise:

  •         Rhamnosus Lactobacillus
  •         Lactobacillus salivarius
  •         Lactobacillus plantarum
  •         Bifidobacterium bifidum
  •         Lactobacillus casei
  •         Lactobacillus rhamnosus
  •         Lactobacillus acidophilus und mehr

Die 90 Kapseln überzeugen durch eine gute Wirkung, jede Kapsel Probaflor ist sicher verschweißt und laut Hersteller zudem mit einem Trockenmittel versehen, was zu einer langen Haltbarkeit beiträgt. Die Kapseln konnte im Test insgesamt gut abschneiden, das Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt und durch die große Liefermenge müssen Sie weniger häufig Kapseln nachkaufen.

 

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Unser besonderer Tipp

 

AAVALABS Probiolac – Probiotikum mit 15 Darmbakterien

 

Beim Produkt von AAVALABS handelt es sich um ein Präparat, das 120 Mrd. KbE je Tagesdosis enthält, was 40 Milliarden Bakterien Lebendkulturen je Kapsel entspricht, denn es sollten drei Kapseln täglich eingenommen werden. Es kommen laut Hersteller 15 Bakterienstämme zum Einsatz und es werden 90 Kapseln geliefert. Das skandinavische Unternehmen fertigt die probiotischen Bakterien mit größter Sorgfalt, was zu einer hohen Produktqualität führt. Unter anderem sind folgende guten Bakterien enthalten:

  •         Lactobacillus reuteri LR08
  •         Bifidobacterium longum BL21
  •         Rhamnosus Lactobacillus
  •         Lactobacillus salivarius
  •         Lactobacillus plantarum N13 und CW006
  •         Bifidobacterium bifidum
  •         Saccharomyces boulardii SB01
  •         Lactobacillus casei LC89
  •         Lactobacillus rhamnosus CCFM0528
  •         Lactobacillus acidophilus LA85
  •         Saccharomyces boulardii und mehr

Der Stoffwechsel wird durch den Kulturenkomplex gut unterstützt, das Immunsystem wird gestärkt und die Verdauung wird verbessert. Es sind allerdings nicht nur lebende Mikroorganismen enthalten, sondern auch Zink. Dies macht das probiotische Nahrungsergänzungsmittel zusätzlich wertvoll für Ihre Gesundheit und Darmflora, denn Zink unterstützt die Funktion des Immunsystems. Pro Tag sollen laut Hersteller drei Kapseln (morgens, mittags und abends) eingenommen werden, um die bestmögliche Wirkung zu erzielen.

Laut Hersteller ist das Haupt-Ziel, die nordischen Werte von Reinheit und Frische in die Welt zu tragen, was mit dem hervorragenden Produkt durchweg gut gelingt, denn alle Rohstoffe werden aus der Natur gewonnen. Auch wenn Sie Antibiotika eingenommen haben und negative Folgen bemerken, kann das Probiotikum gut eingenommen werden.

 

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Was sind Probiotika bzw. ein Probiotikum?

 

Auch Probiotika in Kapseln enthalten lebende Mikroorganismen für den Darm, wie beispielsweise Lactobacillus acidophilus und andere Bakterien und Mikroorganismen mit antimikrobieller Wirkung. Lactobacillus bzw. Laktobazillen sind dabei die Gattung von stäbchenförmigen Bakterien aus der Gattung der Milchsäurebakterien, die praktisch immer für probiotische Nahrungsergänzungsmittel genutzt werden. Auch über die normale Ernährung werden sie aufgenommen.

Probiotika greifen Krankheitserreger im Darm auf mehrere verschiedene Weisen an und besiedeln die Darmwand, wodurch die Einnahme von Probiotika eine positive Wirkung auf die Darmflora hat. Sie verhindern aktiv, dass krankmachende Bakterien und Gifte über die Darmwand in den Körper gelangen können.

Zudem wandeln sie Kohlenhydrate in kurzkettige Fettsäuren um. Dadurch wird vielen krankmachenden Bakterien die Nahrungsgrundlage entzogen. Probiotische Nahrungsergänzungsmittel erhalten Milliarden von probiotischen Bakterien, deren Menge in Milliarden KbE (koloniebildende Einheiten) je Einheit oder Tagesdosis angegeben wird.

Welche probiotischen Mikroorganismen in einem Präparat enthalten sind, ist immer angegeben, wobei es sich natürlich stets um die guten Bakterien handelt, die für eine gesunde Darmflora sorgen.

 

Welche Wirkungsweise hat ein Probiotikum?

Probiotische Bakterien verschiedener Hersteller können für verschiedene Anwendungsbereiche zum Einsatz kommen. Wer regelmäßig probiotische Nahrungsergänzungsmittel oder auch probiotische Kulturen über die Ernährung zu sich nimmt, tut seinem Körper aktiv etwas Gutes, stärkt das Immunsystem, verbessert die Darmflora und sorgt dadurch für ein besseres Wohlbefinden.

Eine positive Wirkung lässt sich mit probiotischen Bakterien sowohl in Form von Kapseln als auch Tabletten oder in Pulverform erzielen. Probiotika entfalten ihre Wirkung erst im Darm, denn sie sorgen dort für ein saures Milieu. Dadurch wird schlechten Bakterien das Überleben erschwert und sie können sich nicht so gut vermehren. Probiotika erhalten also das Gleichgewicht im Darm-Mikrobiom.

Allerdings siedeln sich nicht bei jedem Menschen probiotische Mikroorganismen im Darm an. Der Erfolg der Ansiedlung ist laut Studien von mehreren Faktoren wie der Zusammensetzung des Mikrobioms im Darm abhängig.

Wenn die Balance der Darmflora durch verschiedene Faktoren wie Antibiotika, Verhütungsmittel, eine schlechte Ernährung, Stress oder Schlafmangel einmal gestört ist, können probiotische Bakterien bzw. die Einnahme von Probiotika helfen, die Balance wieder herzustellen. So können verschiedene Krankheitssymptome aktiv bekämpft und verschiedene positive Effekte erzielt werden. Zu den wichtigsten Krankheitssymptomen, denen mit probiotischen Bakterien entgegengewirkt werden kann, gehören:

  •         Durchfall bei oder nach der Einnahme von Antibiotika
  •         Bakterielle Vaginose und Scheidenpilz
  •         Verstopfung
  •         Koliken
  •         Ekzeme oder atopische Dermatitis
  •         Magen-Darm-Erkrankungen aller Art
  •         Durchfall bei Infekten
  •         Heliobacter Pylori Infektionen
  •         Bauchbeschwerden
  •         Reizdarmsyndrom

Darüber hinaus können Probiotika auch bei der Bekämpfung von Erschöpfung, Morbos Crohn, Depression sowie Mundgeruch und Sodbrennen helfen.

Verschiedene Bakterien im Darm haben verschiedene Aufgaben

Es gibt eine Vielzahl von guten Bakterien, die im Darm für verschiedene Aufgaben zuständig sind. Im Darm können die verschiedenen Bakterienstämme, die in Probiotika enthalten sind, ihre volle Wirkung entfalten. Einige der wichtigsten Mikroorganismen bzw. Bakterienstämme, die in einem Probiotikum stecken, sind:

  • So gehört beispielsweise der Lactobacillus salivarius zu den natürlichen Bakterien im Darm, die dabei helfen, pathogene Bakterien zu unterdrücken und aktiv gegen Blähungen helfen sollen.
  • Der Lactobacillus rhamnosus hingegen gehört zwar ebenfalls zu den probiotischen Bakterien, seine genaue Wirkung ist aber bis heute nicht durch Studien belegt.
  • Bifidum Longum Bakterien gehören zu den am häufigsten im Darm vorkommenden Mikroorganismen. Sie schützen die Darmwand und fangen Zellgifte ab.
  • Der Lactobacillus fermentum hat einen positiven Einfluss auf Verdauungsprozesse.
  • Der Lactobacillus acidophlius ist ein Stamm von Laktobazillen, der die Dünndarmwand besiedelt. Er ist am Herausfiltern von Nährstoffen aus der Nahrung beteiligt und spielt auch bei der Verdauung von Milchprodukten eine große Rolle. Studien zeigen, dass durch die regelmäßige Einnahme eine Laktoseintoleranz gemildert werden kann. Auch Pilzinfektionen im Vaginalbereich kann mit ihm vorgebeugt werden, insbesondere, wenn sie durch Antibiotika verursacht wurde. Die meisten Probiotika erhalten diese probiotischen Organismen.

Da es so viele verschiedene Bakterienstämme und Milliarden probiotische Mikroorganismen gibt, die in Probiotika enthalten sind, gehen wir an dieser Stelle nicht auf alle Bakterien ein, die bei der Einnahme von Probiotika eine Wirkung entfalten.

 

Probiotika mit Escherchia Coli Bakterien

Wenn ein Probiotikum auf den E. Coli Nissle Bakterienstamm (Escherichia Coli Bakterien) zurückgeht, wird häufiger ein positiver Einfluss auf eine geschädigte Darmwand beobachtet, denn die E. Coli Nissle Bakterien können zu einer Linderung der Symptome eines Reizdarms beitragen. Auch E. Coli Bakterien sind für den Menschen und die Darmflora wichtig, auch wenn viele E. Coli Bakterien mit einem Krankheitserreger in Verbindung bringen.

 

Wie werden Probiotika angewendet?

Probiotika sind Milliarden gute Bakterien, die unserem Körper helfen, das Immunsystem zu stärken und das Wohlbefinden zu verbessern. Sie unterstützen uns im Kampf gegen Krankheitserreger und wirken sich darüber hinaus auch positiv auf den Blutdruck aus. Es ist wichtig, ausreichend viele probiotische Mikroorganismen zu sich zu nehmen. Hierbei helfen bei der Ernährung insbesondere fermentierte und kultivierte Lebensmittel. Mit ihnen kann man den Tagesbedarf an Probiotika decken.

Wenn es Ihnen jedoch nicht möglich ist, Ihren Tagesbedarf an Probiotika nur über die Ernährung zu decken, weil Sie zum Beispiel mehr Zucker und Getreide zu sich nehmen oder die Einnahme von Medikamenten oder Antibiotika die Darmflora geschädigt hat, ist ein Probiotikum empfehlenswert. Es dient dabei als Nahrungsergänzungsmittel und kann zum Beispiel auch bei Auslandsreisen dabei helfen, seine Ernährung besser im Griff zu haben.

Wenn Sie neben der Ernährung ein Probiotikum in Tabletten- oder Kapselform zu sich nehmen, müssen Sie sich einfach an die entsprechenden Hinweise auf der Verpackung halten. Eine Über- und Unterdosierung sollte möglichst vermieden werden, denn dies kann dazu führen, dass die gewünschte Wirkung nicht eintritt. Tabletten und Kapseln werden einfach mit viel Wasser unzerkaut geschluckt. Da sie magensäureresistent sind, wirken die Bakterien erst im Darm und sie sind zudem komplett geschmacksneutral.

 

Wo kann man ein Probiotikum kaufen?

 

Dm und andere Drogerieketten bieten Kapseln und Tabletten ebenso an wie Apotheken und Versandhändler. Auf diversen Internetportalen wie Amazon hat man eine große Produktvielfalt zur Auswahl und häufig sind die Preise günstiger als in der Apotheke oder ein Drogeriemarkt Probiotikum. Dm, Rossmann & Co. haben zudem nur eine sehr eingeschränkte Auswahl an Produkten, so dass man hier nicht unbedingt eine bestimmte Marke findet oder auswählen kann, welche Inhaltsstoffe man bevorzugt. Neben den Mikroorganismen enthalten viele Probiotika auch zusätzliche Inhaltsstoffe wie beispielsweise Präbiotika. Dm hat beispielsweise auch Milchsäurekulturen seiner Eigenmarke Mivolis im Sortiment, die zwar gut sind, aber keine Präbiotika enthalten. Studien haben jedoch gezeigt, dass Präbiotika wie Bio Inulin dazu beitragen können, die Ansiedlung der Bakterienstämme im Darm zu fördern. Bevor Sie sich für Probiotika von dm, Rossmann, Müller, in der Apotheke oder aus der Drogerieabteilung im Supermarkt entscheiden, sollten Sie daher beim Kauf auf jeden Fall die Preise vergleichen, überprüfen, welcher Hersteller hinter dem Produkt steckt und auch immer ein Auge auf die Inhaltsstoffe werfen.

 

Welche verschiedenen Arten von Probiotika gibt es?

 

Vor dem Kauf von Probiotika sollten Sie genau darauf achten, um welche Art Probiotikum es sich handelt, wer der Hersteller ist und wie es aufbereitet ist. Während Sie beispielsweise bei Kapseln und Tabletten einfach nur ein oder zwei Kapseln zu sich nehmen müssen, ist es bei Pulver erforderlich, die Bakterienstämme um den Lactobacillus vorher in Wasser aufzulösen. Dies macht die Dosierung zwar genauer, die Einnahme aber auch etwas aufwändiger.

Man unterscheidet bei einem Probiotikum in der Regel zwischen folgenden Darreichungsformen:

  • Probiotikum als Pulver
  • Probiotikum als Kapsel
  • Probiotikum als Tablette

Jede Darreichungsform hat ihre Vor- und Nachteile. Darüber hinaus unterscheiden sich die verschiedenen Hersteller auch in ihrer Zusammensetzung, der Größe der Kapseln und Tabletten sowie der Anzahl an Lebendkulturen je Kapsel, Tablette oder Tagesdosis. Was die jeweilige Darreichungsform ausmacht und welche Vor- und Nachteile sie hat, haben wir im Folgenden kurz für Sie zusammengefasst.

 

Pro und Contra von Probiotikum in Pulverform

Wenn es Ihnen nicht so wichtig, dass die Einnahme besonders komfortabel und einfach ist, können Sie auch auf einen Hersteller zurückgreifen, der Probiotikum in Pulverform herstellt. Dieses können Sie individuell so dosieren, wie Sie es brauchen.

Auch für Neueinsteiger kann ein Probiotikum in Pulverform empfehlenswert sein, denn man kann besser ausprobieren, wie der Körper die Mikroorganismen verträgt. Es gibt einem die Möglichkeit, die Dosierung des Lactobacillus schrittweise zu erhöhen und zu schauen, wie der Körper reagiert.

Die meisten Probiotika in Pulverform enthalten darüber hinaus noch Präbiotika wie Bio Inulin und/oder Zucker. Diese Inhaltsstoffe dienen den probiotischen Bakterien als Nahrungsquelle. Da ein Probiotikum in Pulverform nicht magensaftresistent ist, ist die Einnahme solcher Zusatzstoffe mit den Mikroorganismen unerlässlich, da sie sonst die saure Magensäure schlichtweg nicht überleben.

 

Vorteile von Probiotikum als Pulver

+ In Pulvern sind weniger Füllstoffe und Allergene enthalten.

+ Die Dosierung kann individuell und schrittweise erhöht werden.

+ Auch Kinder und Babies können Probiotika-Pulver nehmen.

+ Pulver lassen sich gut mit anderen Lebensmitteln vermischen.

 

Nachteile von Probiotikum als Pulver

Pulver ist nicht magensäureresistent.

Die Einnahme und Lagerung sind aufwändiger.

Der Geschmack kann als unangenehm empfunden werden.

Um die Effektivität zu steigern, ist die Einnahme von Sauermilchprodukten erforderlich.

 

Da bei Pulvern die Wirksamkeit stark schwanken kann und idealerweise zusätzlich Sauermilchprodukte eingenommen werden sollten, sind Pulver nicht für jeden interessant. Erkrankungen des Verdauungstraktes können sich durch die Einnahme dieser Zusätze sogar verschlechtern.

Darüber hinaus ist die Zubereitung etwas aufwändiger, denn nachdem Pulver und Wasser vermischt wurden, werden die Präbiotika sofort verstoffwechselt. Je länger man wartet, desto geringer wird die Chance, dass die Bakterien die  Magensäure überstehen.

 

Pro und Contra von Probiotikum in Kapselform

Am häufigsten werden Probiotika Kapseln gekauft, denn die Einnahme ist hier sehr einfach und es gibt zahlreiche Hersteller, die die Kapseln produzieren. Kurz zwischendurch ein oder zwei Kapseln einzunehmen, lässt sich gut in den Alltag integrieren und viele Kapseln müssen zudem nicht gekühlt werden, was die Lagerung sehr einfach macht.

Kapseln eignen sich darüber hinaus auch sehr gut für unterwegs, allerdings sollten Sie hier immer darauf achten, dass Sie ein Präparat bzw. Kapseln verwenden, die nicht gekühlt werden müssen. Generell sind probiotische Bakterienstämme empfindlich gegenüber Wärme und Feuchtigkeit. Durch gefriergetrocknete Bakterien und Mikroorganismen sowie zusätzliche Füllstoffe ist es möglich, eine lange Haltbarkeit zu erzielen. Auch eine Spezialversiegelung in Blisterpackungen trägt dazu bei, dass keine Kühlung nötig ist.

Die Lagerung ist bei Kapseln also sehr einfach, da das Lactobacillus gut vor Feuchtigkeit und Wärme geschützt ist. Um die Haltbarkeit zu verlängern, sollten aber auch Kapseln stets trocken und dunkel gelagert werden. Verschiedene andere Probiotika wie Bacillus coagulans oder auch probiotische Hefen sind hingegen gänzlich unempfindlich gegen Hitze oder Feuchtigkeit.

Veganer und Vegetarier sollten allerdings darauf achten, dass sie Kapseln verwenden, bei denen der Hersteller keine tierischen Produkte wie Gelatine in der Hülle verwendet. Häufig ist dies aber der Fall, da Kapseln durch die spezielle Ummantelung magensäureresistent sind und dadurch mit weniger präbiotischen Substanzen oder Zucker auskommen. Die Ummantelung sorgt dafür, dass die Organismen erst im Darm ihre Wirkung entfalten.

 

Vorteile von Probiotikum als Kapsel

+ Kapseln sind durch spezielle Ummantelungen magensäureresistent.

+ Sie sind in zahllosen Formen und von vielen Herstellern erhältlich.

+ Die Bakterien bleiben lange lebensfähig und wirken erst im Darm.

+ Die Einnahme ist unkompliziert und praktisch.

+ Mit Pulverkapseln ist durchaus auch eine eigene Dosierung möglich.

 

Nachteile von Probiotikum als Kapsel

Es kommen Füllstoffe in den Kapseln zum Einsatz.

Häufig enthalten die Hüllen der Kapseln tierische Produkte.

Im Vergleich zu Pulver sind Kapseln je Gramm teurer.

Manchen fällt das Schlucken von Kapseln schwer.

 

Es gibt zwei Arten: harte sowie weiche Kapseln (für Flüssigkeiten). Sind die Kapseln mit Pulver befüllt, lassen sie sich bei Bedarf individuell dosieren, was ein Vorteil sein kann, wenn Sie Kindern und Säuglingen ein Probiotikum geben möchten, für die eine oder zwei Kapseln zu hoch dosiert wären. Wer Probleme beim Schlucken von Kapseln hat, kann allerdings auch Minikapseln kaufen, die einige Hersteller anbieten.

 

Pro und Contra von Probiotikum in Tablettenform

Tabletten unterscheiden sich von Kapseln im Bereich der Probiotika deutlich stärker voneinander, als bei anderen Medikamenten. Denn bei einem Probiotikum spielt es eine entscheidende Rolle, dass die Bakterienkulturen lebend im Darm ankommen bzw. überhaupt lebensfähig sind.

Bei der Herstellung von Tabletten stehen die Hersteller daher einer deutlich größeren Herausforderung gegenüber als bei Kapseln, denn es ist aufwändiger, die Lebensfähigkeit der Bakterienstämme zu gewährleisten. Grundsätzlich lassen sich Tabletten zwar kostengünstiger herstellen als Kapseln, die Wirkung ist allerdings meist auch geringer, was auf den Herstellungsprozess, die Verdichtung der Inhaltsstoffe und die Beschichtung der Oberfläche zurückzuführen ist, die das Schlucken erleichtern soll. Damit dies gelingt, kommen Gleitmittel wie Talk oder Kieselsäure zum Einsatz. Häufig sind darüber hinaus auch Farbstoffe enthalten.

 

Vorteile von Probiotikum als Tablette

+ Tabletten sind kleiner und leichter zu schlucken.

+ Sie sind pro Stück günstiger als Kapseln.

+ Sie sind laut Herstellern deutlich länger haltbar.

+ Es ist keine Kühlung notwendig.

 

Nachteile von Probiotikum als Tablette

Die Bedingungen für das Überleben der Bakterien sind nicht ideal.

Es erfolgt keine vollständige Absorption der Mikroorganismen.

Es kann zu Verdauungsproblemen und Unverträglichkeiten kommen.

Sie enthalten bis zu 50% Füllmittel

 

Probiotische Bakterien sind für eine Komprimierung nicht gut geeignet, schließlich handelt es sich um lebendige Mikroorganismen. Um die Bindung er ermöglichen, müssen Tabletten daher deutlich mehr Füllstoffe beigemischt werden.

Diese Füllstoffe können allerdings vom Körper und auch den probiotischen Bakterien nicht verstoffwechselt werden, was zu Nebenwirkungen führen kann. Dadurch kommt es in der Folge häufiger zu Verdauungsproblemen als bei anderen Darreichungsformen, in denen koloniebildende Einheiten verarbeitet sind.

 

Welche Vor- und Nachteile haben Probiotika?

Die aktiven Bakterien, die Hersteller in einem probiotischen Präparat verarbeiten, können den Darm stärken, die Darmflora verbessern und dadurch die Abwehrfunktion des Körpers stärken. Dies ist nicht nur immer dann gut, wenn Sie ohnehin eine angeschlagene Darmgesundheit haben, sondern auch für alle, die ihre Verdauung regulieren oder Schäden durch die Einnahme von Antibiotika entgegenwirken möchten.

Allerdings haben Probiotika nicht nur Vorteile, sondern können auch Nachteile haben. Der deutlichste Nachteil ist sicherlich, dass sich bestimmte Krankheiten durch die Einnahme von Probiotika verschlimmern können.

 

Vorteile von Probiotika auf einen Blick

+ Sie lassen sich sehr einfach dosieren

+ Magenresistente Kapseln wirken direkt im Darm

+ Sie verbessern die Darmflore

+ Sie können Verdauungsprobleme mindern

+ Sie sind für Kinder und Erwachsene geeignet

+ Sie können beim Abnehmen unterstützend wirken

+ Sie können Nachteilen entgegenwirken, die nach der Einnahme von Antibiotika auftreten

 

Nachteile von Probiotika auf einen Blick

Eine ausgewogene Ernährung können sie nicht ersetzen

Die Einnahme muss immer mit einem Arzt besprochen werden

Es kann zu individuellen Unverträglichkeiten kommen

 

Welche Nebenwirkungen ein Probiotikum haben kann, haben wir im Folgenden kurz für Sie zusammengefasst.

 

 

Welche Nebenwirkungen kann ein Probiotikum haben?

 

Im Zusammenhang mit der Einnahme von Probiotikum können koloniebildende Einheiten zunächst zu einer Erstverschlimmerung der Symptome führen. Zudem können hin und wieder auch neue Symptome hinzukommen. Während eine Erstverschlimmerung normal ist, sollten Sie bei Auftreten von neuen Symptomen wie zum Beispiel Durchfall immer Rücksprache mit Ihrem Arzt halten.

Eine Erstverschlimmerung zeigt, dass der Körper auf das Präparat reagiert. Durch die Neu- und Umbesiedelung tritt eine Veränderung des Mikrobioms ein, die für die Erstverschlimmerung verantwortlich ist. Dies sollte jedoch laut Studien innerhalb weniger Tagen vorbei sein und in eine Verbesserung umschlagen.

Immunsupprimierte Menschen sollten von der Einnahme eines probiotischen Präparats immer Rücksprache mit einem Arzt halten.

 

Probiotika kaufen: Worauf ist zu achten?

Bevor Sie einfach ein Probiotikum kaufen, sollten Sie sich neben dem Preis und dem Hersteller mit weiteren Kriterien befassen, die beim Kauf der Kapseln, Tabletten oder des Pulvers eine Rolle spielen. Worauf Sie besonders achten sollten, haben wir im Folgenden kurz für Sie zusammengefasst.

 

Lebendige Bakterienstämme:

Probiotika dürfen (auch laut Definition der WHO) nur als solche bezeichnet werden, wenn sie lebende Bakterienkulturen enthalten. Um die Wirksamkeit sicherzustellen, muss ein probiotisches Präparat also unbedingt lebendige Bakterien enthalten.

Die vollständigen Inhaltsangaben können Sie auf dem jeweiligen Etikett des Produkts finden, wobei dieser bei einem probiotischen Präparat nur dann vollständig sind, wenn Gattung, Art und Stamm mit angegeben sind. Beispielsweise reicht es nicht, nur den Lactobacillus reuteri anzugeben, denn dies beinhaltet nur Art und Gattung. Darüber hinaus muss aber auch der Stamm mit angegeben werden, zum Beispiel ATCC55730.

Denn während einige Garrungen primär im Menschen beheimatet sind, nutzen andere den Menschen nur als Zwischenwirt und sind eigentlich im Erdboden zuhause. Die meisten probiotischen Kapseln oder andere Präparate am Markt beinhalten eine Mischung verschiedenster Gattungen Lacto- und Bifidobakterien, die einige Hersteller zusätzlich mit Steptococus- und Enterococusbakterien ergänzen. Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Produkten am Markt sind hier jedoch meist eher gering.

Die meisten Präparate wie Kapseln oder Tabletten beinhalten (unter anderem) folgende Mikroorganismen:

  •         L. acidophilus
  •         L. rhamnosus/L. fermentum
  •         Bifidobakterium
  •         Bifidum Longum
  •         Bifido Bifidum

 

Anzahl der Bakterienstämme:

Interessant wird es bei der Anzahl an enthaltenen Bakterienstämmen. Studien und Schätzungen zufolge befinden sich weit über 1000 verschiedene Bakterienstämme in unserem Darm. Jeder dieser Bakterienstämme übernimmt dabei eine ganz bestimmte Aufgabe im Körper.

Je weiter die Forschung hier voranschreitet, desto besser können in Zukunft bestimmte Bakterien gezielt zur Behandlung bestimmter Krankheiten eingesetzt werden. Gewisse Mikroorganismen sollten daher in jedem Probiotikum enthalten sein. Allerdings müssen Sie sich nicht in jedem Fall im Detail mit den verschiedenen Stämmen befassen.

Wenn es Ihnen beispielsweise darum geht, das natürliche Gleichgewicht Ihres Darms zu unterstützen oder einer Antibiotika-Therapie ein wenig entgegenzuwirken, müssen Sie nicht unbedingt alle Mikroorganismen genau kennen, die im Präparat enthalten sind.

Geht es aber um die Behandlung von Ekzemen, Migräne oder gar Angstzuständen, bei denen laut Studien nur ganz bestimmte Bakterienstämme eine Chance auf Linderung versprechen, sollten Sie entsprechend auch prüfen, dass diese Bakterienkulturen auch wirklich enthalten sind.

Gleiches gilt beispielsweise auch, wenn Sie unter einer Histaminintoleranz lindern. In diesem Fall sollten Sie auf alle Präparate verzichten, in denen der Lactobacillus casei enthalten ist, denn dieses Bakterium kann Histamin bilden. Wir raten auf jeden Fall von Kapseln und anderen Präparaten ab, auf denen nicht genau verzeichnet ist, welche Mikroorganismen, Inhaltsstoffe und Bakterienstämme enthalten sind.

 

Koloniebildende Einheiten:

Die Information, wie viele Milliarden KbE ein probiotisches Mittel hat, spiegelt die Wirksamkeit und Potenz wieder. Die Angabe gibt Aufschluss darüber, wie viele Milliarden Bakterien das Präparat pro Einheit oder pro Tagesdosis enthält. Achten Sie auf diesen feinen Unterschied, denn bei vielen Kapseln müssen Sie nicht nur eine, sondern zwei Kapseln oder mehr einnehmen, so dass die Menge an KbE pro Kapsel von der Tagesdosis abweicht.

Damit die Angabe auch einen Wert hat, müssen natürlich auch Angaben über die Haltbarkeit und die Lebensfähigkeit der Bakterien gemacht werden. Vergleicht man verschiedene Mittel unterschiedlicher Hersteller, wird man KbE-Angaben zwischen 5 und 50 Milliarden finden. Man geht aber davon aus, dass für die tägliche Nahrungsergänzung zwischen 5 und 15 Milliarden KbE völlig ausreichend sind. Mehr ist also nicht immer besser. Es kann bei einer Überdosierung sogar zu einer Störung der Darmflora kommen.

Wenn Sie konkrete Krankheitsbilder behandelt oder Ungleichgewichte der probiotischen Mikroorganismen ausgleichen möchten, können jedoch gegebenenfalls höhere kulturbildende Einheiten notwendig sein. Über 30 Milliarden KbEs sind jedoch nur sehr selten nötig.

Man muss dabei aber auch zwischen Nahrungsergänzung zur Unterstützung des Darms sowie Arzneimitteln unterscheiden, die gezielt die Darmflora verändern sollen. Zudem ist es von der Darreichungsform abhängig, wie viele KbEs wirklich benötigt werden, denn im Gegensatz zu Pulver kann man beispielsweise bei Kapseln davon ausgehen, dass ein Großteil der Mikroorganismen durch die Magensäureresistenz der Hülle auch im Darm ankommen. Hier entspricht die Anzahl an eingenommenen KbEs also auch etwa der Anzahl an KbEs, die im Darm ankommen. Ohne Magensäureresistenz kommen nicht alle Mikroorganismen im Darm an. Daher haben Pulver und Tabletten üblicherweise deutlich höhere KbE-Zahlen.

 

Präbiotika:

Neben Probiotika enthalten die meisten Produkte laut Hersteller auch Präbiotika. Hierbei handelt es sich um unverdauliche Lebensmittelbestandteile, die das Wachstum und die Aktivität der Darmbakterien fördern. Zu den am häufigsten eingesetzten Präbiotika gehören Bio Inulin und Oligofruktose. Sind diese Bestandteile im Probiotikum bereits enthalten, kann sich dies positiv auf die Vermehrung und Ansiedlung der Bakterienstämme im Darm auswirken.

Viele Hersteller setzen auf synthetische Präbiotika als Füllstoffe und/oder Nahrungsgrundlage für die probiotischen Mikroorganismen. Ob sich mit natürlichen Präbiotika wie Bio Inulin eine bessere Wirkung auf die Probiotika ergeben, ist allerdings nicht endgültig geklärt. Studien gehen aber davon aus, dass Präbiotika im Allgemeinen die Wirkung von Probiotika verbessern können. Hier können auch zum Beispiel Kartoffelstärke, Fructo-Oligosaccharide (FOS), Mannan-Oligosaccharide (MOS) und Isomalto-Oligosaccharide (ISO) zum Einsatz kommen.

Da ISOs auf Weizenbasis sind, können Probiotika bei Menschen mit Weizen- oder Gluten-Unverträglichkeiten zu Problemen führen. Achten Sie in diesem Fall daher genau auf die Füllstoffe.

Solche Präbiotika werden aber auch vom Darm gesunder Menschen nicht bedingungslos akzeptiert. Daher kann es auf Dauer zu Unverträglichkeiten oder Beschwerden kommen, denn auch die ungewünschten Mikroorganismen im Darm können sich von den Zusatzstoffen ernähren.

Wer über einen längeren Zeitraum hinweg synthetische Präbiotika zu sich nimmt, kann ein Ungleichgewicht der Darmflora riskieren und das Wachstum des Candida Pilzes begünstigen. Daher sollten Sie unbedingt jedes Präparat absetzen, das langfristig Verdauungsprobleme verursacht, auch wenn Sie es anfänglich gut vertragen haben.

 

Füll- und Zusatzstoffe:

Wir empfehlen zudem, darauf zu achten, dass keine mikrokristalline Zellulose als Füllstoff zum Einsatz kommt. Es handelt sich zwar um eine natürliche Zutat, sie ist für Menschen aber sehr schwer verdaulich und beispielsweise in Kinder- und Babynahrung verboten.

Wer keinerlei Darmprobleme hat, wird aber auch durch mikrokristalline Zellulose keine Verdauungsbeschwerden erleiden. Der Stoff wird einfach unverdaut ausgeschieden.

Viele Hersteller überziehen ihre Kapseln mit einem magensaftresistenten Überzug. Dieser soll die probiotischen Bakterien vor der Magensäure schützen, damit sie lebend durch den Magen und die saure Umgebung gelangen können.

Allerdings gibt es keine stichhaltigen Studien, die dem Probiotikum eine bessere Wirkung bescheinigen, wenn es über magensaftresistente Kapseln oder Tabletten aufgenommen wird. Ob Sie diese Variante bevorzugen, oder lieber auf die zusätzlichen künstlichen Inhaltsstoffe verzichten, die mit dem Überzug einhergehen, bleibt am Ende des Tages Ihnen überlassen.

Haltbarkeit:

Probiotische Mikroorganismen sind lebendig. Damit sie überleben können, müssen ganz bestimmte Bedingungen vorherrschen. Übermäßige Feuchtigkeit, UV-Bestrahlung und Hitze können dazu führen, dass sie deutlich schneller absterben.

Probiotische Kapseln und andere Präparate sollten daher an einem kühlen und trockenen Ort aufbewahrt werden. Idealerweise ist der Behälter noch dunkel und lichtundurchlässig. Die Aufbewahrung im Kühlschrank ist allerdings bei den meisten Mitteln nicht erforderlich, da Raumtemperatur den meisten probiotischen Bakterien nichts anhaben kann. Wenn der Hersteller jedoch ausdrücklich darauf hinweist, das Mittel im Kühlschrank aufzubewahren, sollten Sie sich auch daran halten, denn manche Bakterienkulturen überleben länger, wenn sie gekühlt werden. Solche Mittel sind dann zum Beispiel für Reisen nicht ideal. Hierzu sollten Sie also das Etikett beachten.

Durch die Hitzeempfindlichkeit sollte ein Probiotikum nicht mit Heißgetränken zusammen eingenommen werden. Dies kann die Kulturen abtöten und sie unwirksam machen. Aktiviert werden die meist gefriergetrockneten Bakterien zwar erst beim Kontakt mit Wasser, heiße Getränke können sie aber abtöten, bevor sie mit Wasser überhaupt in Berührung kommen.

Beachten Sie im Rahmen der Haltbarkeit auch, wie lange die Zahl an KbE über die Haltbarkeitsdauer konstant bleibt oder nur leicht zurückgeht. Da es sich bei Probiotika um lebensfähige Mikroorganismen handelt, ist die Haltbarkeit eines solchen Präparats natürlicherweise begrenzt. Über die Haltbarkeitsdauer des Mittels selbst nimmt die Anzahl lebensfähiger Bakterien immer weiter ab. Die meisten Hersteller machen daher Angaben darüber.

 

Preis-Leistungs-Verhältnis:

Natürlich spielt auch das Preis-Leistungs-Verhältnis eine Rolle, wenn Sie Probiotika kaufen. Da verschiedene Kapseln oder Tabletten unterschiedlich viele Kulturen enthalten und auch die Dosierungsempfehlung stets anders ist, lohnt ein Vergleich des Preises je Tagesdosis. Denn während Sie manchmal nur eine Tablette oder Kapsel am Tag einnehmen müssen, gibt es andere Produkte, bei denen Sie zwei Kapseln oder mehr pro Tag einnehmen müssen, um die Tagesdosis zu erreichen. Dies wirkt sich natürlich indirekt auf den Preis des Präparats aus. So wird ein Produkt mit 60 Kapseln im Vergleich zu einem anderen Produkt mit ebenso vielen Kapseln schnell deutlich teurer, wenn Sie aber statt nur einer einzigen zwei Kapseln oder mehr täglich einnehmen müssen.

 

Hersteller:

Achten Sie beim Kauf auch auf den Hersteller. Insbesondere Hersteller aus China verarbeiten häufig synthetische Stoffe und Kulturen, deren Wirksamkeit ungeklärt ist. Sie sollten darauf achten, dass der Hersteller alle Inhaltsstoffe genau angibt, die Produkte idealerweise in Europa produziert werden und europäische Standards erfüllen. Handelt es sich beispielsweise um einen Hersteller, der sonst keine Produkte im Angebot hat und erst neu auf dem Markt ist, sollten Sie skeptisch sein und sich lieber an Testberichte und/oder Erfahrungswerte anderer Nutzer halten.

 

Gibt es einen Probiotika Test der Stiftung Warentest & Co.?

 

Die Stiftung Warentest hat bisher noch keinen Probiotika Test durchgeführt. Das bedeutet aber nicht, dass sich keine Experten mit den gesunden Darmbakterien auseinandergesetzt haben. Insbesondere im Bereich der Babynahrung setzen viele Hersteller Probiotika gegen potenzielle Allergien ein.

Lebende Mikroorganismen wie verschiedene Vertreter des Lactobacillus werden beispielsweise Babymilch beigemischt, um Babys von Eltern, die nicht stillen möchten oder können dennoch das Beste für die Entwicklung ihrer Darmflora zu bieten. Dies soll vor späteren Allgergien und anderen Erkrankungen wie Asthma oder Neurodermitis schützen.

Darüber hinaus empfiehlt die Stiftung Warentest, Kindern hypoallergene Milchnahrung zu geben. Solche hypoallergene Milch enthält Eiweiße, die in kleinste Bausteine aufgespalten sind. Zudem erhalten sie weniger Allergene. Die Annahme, man solle Allergene generell meiden, gilt mittlerweile allerdings als überholt, denn auch Fisch, Weizen und andere Lebensmittel sollten nach und nach eingeführt werden, auch wenn das Kind allergiegefährdet ist. Über eine abwechslungsreiche Nahrung kann die Immunabwehr der Kinder gestärkt werden, dies bestätigt auch der Test von Stiftung Warentest.

Auch Öko Test hat im Übrigen bisher keinen Testbericht zu probiotischen Kulturen, Kapseln oder anderen Probiotika-Präparaten verfasst. Allerdings hat das Portal im Jahr 2018 darauf hingewiesen, dass ein Probiotikum, das den Hefestamm Saccharomyces boulardii enthält, laut des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte in gewissen Fällen Pilzinfektionen auslösen kann.

 

Probiotikum Ratgeber – Wissenswertes rund um das Thema Probiotika

Alle weiteren wichtigen Informationen zur Einnahme, Dosierung und mehr zu den probiotischen Mikroorganismen haben wir im Folgenden für Sie zusammengestellt.

 

Wie lange sollte man ein Probiotikum einnehmen?

Die Hersteller der verschiedenen Probiotika geben genaue Hinweise darüber, über welchen Zeitraum hinweg die Einnahme erfolgen soll. Da mit den meisten naturbelassenen Probiotika keinerlei Nebenwirkungen verbunden sind, können Sie sie auch bedenkenlos einnehmen. Dennoch empfehlen wir stets, mit einem Facharzt über die genaue Dosierung zu sprechen. Denn auch wenn der Hersteller beispielsweise empfiehlt, täglich zwei Kapseln einzunehmen, muss das für Ihre Zwecke nicht zwangsläufig die optimale Dosierung über einen längeren Zeitraum sein.

Gegebenenfalls lassen sich über die Dauer der Einnahme und die Reduzierung der Dosis Nebenwirkungen besser ausschließen. Üblicherweise stellt man die Einnahme ohnehin wieder ein, wenn die Mikroorganismen ihren Zweck erfüllt und beispielsweise die Verdauungsprobleme beseitigt wurden.

 

Ist ein Probiotikum mit Bacillus Bakterien gefährlich?

Bacillus subtilis sind Bakterien, die von Natur aus in einer sehr geringen Anzahl im menschlichen Darm vorkommen. Wenn Ihr Immunsystem geschwächt ist, kann es laut Experten sein, dass das Bacillus Bakterium Magen-Darm-Beschwerden hervorruft.

Daher sollten Sie stets vorher mit einem Arzt abwägen, ob die Einnahme eines probiotischen Nahrungsergänzungsmittels sinnvoll ist, wenn es diese Bakterien enthält. Wenn kein größerer Nutzen durch die Einnahme dieses Mikroorganismus zu erwarten ist, sollten Sie besser zu Produkten greifen, in denen andere Probiotika verarbeitet sind.

 

Darf man Probiotika während der Schwangerschaft und Stillzeit einnehmen?

Laut Experten ist erwiesen, dass die koloniebildende Einheiten in Probiotika-Präparaten nicht in den fötalen Blutkreislauf gelangen. Daher steht einer Einnahme in der Schwangerschaft grundsätzlich nichts im Wege. Allerdings sollten Sie die Einnahme stets mit Ihrem Gynäkologen absprechen.

Es gibt Hinweise darauf, dass es in vereinzelten Fällen zu einer Sepsis während der Schwangerschaft kommt, wenn gleichzeitig bestimmte probiotische Kulturen eingenommen wurden. Dieses Risiko wird allerdings als äußerst gering eingestuft. Der aktuelle medizinische Wissensstand ist allerdings, dass es unproblematisch und unbedenklich ist, während der Schwangerschaft und Stillzeit ein Probiotikum einzunehmen.

 

Dürfen Kinder Probiotika einnehmen?

Durch Probiotika entsteht dem Kleinkind oder Säugling kein Schaden, sofern es sich um natürliche Kulturen handelt. Die Nebenwirkungen sind im Prinzip auch bei Kindern unter zwei Jahren die gleichen, wie bei Erwachsenen und sie sind äußerst selten. Dennoch sollten Sie die Einnahme unbedingt vorher mit dem behandelnden Arzt absprechen, damit keine Begleiterscheinungen durch andere Erkrankungen oder Medikamente auftreten.

In Säuglingsnahrung kommen häufig Probiotika sowie Präbiotika zum Einsatz, da sie für die Gesundheit und eine gesunde Entwicklung des Säuglings wichtig sind. Bei gesunden Säuglingen entstehen daher auch keine Schäden, wenn Probiotika eingenommen werden. Über die Muttermilch nehmen Kinder, die gestillt werden, auch von Natur aus Milliarden probiotische Mikroorganismen auf – ohne Nebenwirkungen.

Es gibt einige klinische Untersuchungen mit Kleinkindern und Säuglingen, die bei Durchfall oder einem Magen-Darm-Infekt probiotischen Joghurt bekommen haben. Den Infekt wurden sie in der Folge im Durchschnitt einen Tag früher wieder los, als die Vergleichsgruppe, die keinen Joghurt bekommen hat. Auch bei Koliken sollen die Bakterien einen positiven Effekt erzeugen können, ähnlich der Wirkung bei durch Antibiotika bedingtem Durchfall.

 

Welche Alternativen zu Probiotika gibt es?

Neben der Aufnahme von Milliarden von probiotischen Kulturen über die Ernährung gibt es keine wirkliche Alternative in Form von Nahrungsergänzungsmitteln, da es sich im Prinzip um genau die Kulturen handelt, die man auch über die Nahrung aufnimmt. Es gibt aber viele probiotische Lebensmittel, die eine Darmsanierung unterstützen, die Gesundheit verbessern oder ebenfalls bei Problemen mit der Verdauung helfen können.

Im FAQ-Bereich weiter unten erfahren Sie etwas genauer, welche Lebensmittel generell geeignet sind und probiotische Mikroorganismen enthalten.

 

Kann man mithilfe von Probiotika abnehmen?

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass sich das Erscheinungsbild von Bifidobakterien bei übergewichtigen Menschen im Vergleich zu normalgewichtigen Personen verändert. Es soll daher bestimmte Bakterienstämme geben, die eine Gewichtsabnahme unterstützen können. Da aber Hunderte von verschiedenen Probiotika und Milliarden von Bakterien an der Verdauung beteiligt sind, gibt es geteilte Meinungen unter den Wissenschaftlern, inwiefern sich ein aktives Mitwirken beim Abnehmen durch Milchsäurebakterien oder Bacteroidaceae erreichen lässt.

Was jedoch zweifellos festgestellt werden kann, ist die Tatsache, dass es sich bei einer unausgeglichene Darmflora um einen Zustand handelt, der Übergewicht begünstigt. Zudem kann sich ein Austausch verschiedener Darmbakterien in einer Gewichtsveränderung äußern. Ein gewisser Zusammenhang zwischen Bakterien im Darm und dem Körpergewicht ist also vorhanden. Eine präventive Einnahme von probiotischen Bakterienstämmen kann also durchaus erfolgsversprechend sein, auch wenn es keine genauen Erkenntnisse oder Beweise für die Wirksamkeit gibt.

Einige nachgewiesene Wirkungen können den Einsatz zu diesem Zweck aber durchaus rechtfertigen:

  • Probiotika sättigen, da sie die Wirksamkeit von Sättigungshormonen unterstützen und dadurch den Appetit regulieren.
  • Die Fettabsorption wird gehemmt, da aufgenommene Fette im Darm aktiviert und besser ausgeschieden werden können. Dies kann die Energiebilanz verbessern.
  • Der ANGPTL-Spiegel steigt an. Dieses Protein sorgt dafür, dass Fettablagerungen im Bereich des Bauches reduziert werden und gleichzeitig der Eiweißspiegel ansteigt. 

Wenn bei Ihnen keine grundsätzliche Unverträglichkeit gegen probiotische Bakterien vorliegt, kann es sich auf jeden Fall lohnen, die Einnahme zu testen.

 

Was verstehen wir unter der Darmflora?

Häufig liest man von einer gesunden Flora im Darm und wie wichtig sie ist. Dabei muss man wissen, dass im Darm eines gesunden Menschen rund 100 Billionen Bakterien unterschiedlichster Art leben. Sie spielen bei der Immunabwehr sowie der Verdauung und dem Stoffwechsel eine entscheidende Rolle. Auch für die Vitaminproduktion sind sie unerlässlich. Mikroorganismen im Darm wirken sich auf verschiedenste Art und Weise auf das Wohlbefinden aus. Genaue Analysen belegen beispielsweise mittlerweile, dass durch die Einnahme von Antibiotika die Darmflora gestört werden kann, sodass Durchfall die Folge ist. Probiotika können diesem Effekt, der durch Antibiotika entstehen kann, effektiv entgegenwirken, da sie dazu beitragen können, der Darmflora wichtige Bakterien und Mikroorganismen zurückzugeben, die durch Antibiotika zurückgegangen sind.

Kurz gesagt handelt es sich bei der Darmflora um das Zusammenspiel von Milliarden von Organismen, Kulturen, Viren & Co., die im Darm für ein ausgewogenes Milieu verantwortlich sind.

 

Welche Bedeutung haben die Mikroorganismen im Darm?

Gute Bakterien im Darm haben eine positive Wirkung auf den Darm und die Darmflora. Hunderte verschiedene Mikroorganismen spielen hier zusammen und tragen insbesondere im Dickdarm dazu bei, dass die Verdauung geregelt abläuft. Auch Hefen und Viren sind daran beteiligt. Die metabolische Aktivität der Darmflora ähnelt in seiner Gesamtstruktur anderen Organen, denn auch hier laufen laut Ärzten elementar wichtige Funktionen ab, die für die Produktion von Vitaminen, Ballaststoffen und Fettsäuren für den Körper sehr wichtig sind.

Dabei muss man aber zwischen gesunden und ungesunden Bakteriengattungen im Darm unterscheiden. Da die menschliche Darmflora empfindlich gegenüber äußeren Einflüssen ist, gehen auch entsprechend viele Erkrankungen wie Alzheimer, Herzerkrankungen, Depressionen sowie Darmkrebs mit einer unausgeglichenen Darmflora einher.

 

 

FAQ

 

Wenn Sie ergänzende Fragen zu unserem Probiotika Test haben, können Sie uns jederzeit kontaktieren. Welche Fragen uns am häufigsten zu Probiotika Kapseln und anderen Probiotika erreichen, haben wir im Folgenden kurz für Sie zusammengefasst.

 

Welche Nahrungsmittel enthalten probiotische Mikroorganismen?

Insbesondere saure Milchprodukte wie Joghurt und Kefir, aber auch andere Lebensmittel wie Mango oder Kombucha enthalten Milliarden von probiotischen Bakterien und wirken sich positiv auf den Darm aus. Zudem enthalten auch fermentierte Lebensmittel wie beispielsweise Sauerkraut eine Vielzahl an Milchsäurebakterien, denn erst dadurch wird der Fermentierungsprozess in Gang gesetzt. Allerdings enthält nur frisches Sauerkraut als probiotisches Nahrungsmittel wirklich viele gute Bakterien und Vitamine.

Ein weiterer guter Lieferant ist Miso. Die Würzpaste aus Japan wird aus Sojabohnen und Getreide hergestellt und lange mit Milchsäurebakterien gegärt. Zusätzlich enthält die Paste Ballaststoffe und Proteine.

Welche Einnahmen können durch Probiotika gemindert werden?

Wir sind zwar nicht ganz sicher, wie diese Frage gemeint war, aber durch Probiotika lassen sich verschiedene Aufnahmen und Einnahmen reduzieren. So wird beispielsweise die Kalorienaufnahme reduziert, da das Sättigungsgefühl gesteigert wird. Auch kann die Einnahme von Medikamenten gegen Durchfall durch Probiotika-Zufuhr verringert werden.

Da das Immunsystem durch Probiotika gestärkt werden kann, kann auch die Einnahme von anderen Medikamenten zur Krankheitsbekämpfung indirekt gemindert werden, wie beispielsweise auch Anti-Allergie-Mittel. Dies kann zu einer insgesamt höheren Lebensqualität beitragen.

 

Wie sollte man Probiotika aufbewahren für eine lange Haltbarkeit?

Idealerweise sollten Probiotika dunkel, trocken und kühl gelagert werden, da sie feuchtigkeits- und hitzeempfindliche Inhaltsstoffe enthalten. Dies schafft ideale Bedingungen, damit die meisten Bakterien überlebensfähig bleiben. Dennoch ist die Haltbarkeit natürlich begrenzt, schließlich handelt es sich um lebende Mikroorganismen, die eine natürliche Lebenserwartung haben. Je nach Produkt und Hersteller kann es auch empfehlenswert sein, das Probiotikum im Kühlschrank aufzubewahren. In der Regel ist dies aber nicht erforderlich, denn die zwei Faktoren Trockenheit und Dunkelheit sind bei den meisten Präparaten die wichtigsten bei der Lagerung. Beachten Sie aber stets die Packungsbeilage.

 

Sind Probiotika für alle Körper gut verträglich?

Jein. Zwar können Probiotika grundsäzlich von jungen, alten, schwangeren und auch kranken Menschen eingenommen werden, es kann aber durchaus auch zu unerwünschten Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder bei vorhandenen Krankheiten kommen. Dies hängt aber von vielen Faktoren sowie davon ab, welche Bakterienstämme die Produkte enthalten. Es können Erstverschlimmerungen von Symptomen auftreten, es kann zu Blähungen sowie bei übermäßigem Gebrauch auch zu Fehlbesiedlungen kommen. Daher empfehlen wir stets, die Einnahme von Probiotika mit einem Arzt abzusprechen. Dies gilt besonders dann, wenn Sie Vorerkrankungen haben oder andere Medikamente einnehmen.

 

Welche Lebensmittel sind gut geeignet für einen gesunden Darm?

Neben probiotischen Lebensmitteln können auch andere Lebensmittel die Darmflora positiv beeinflussen und bei einer Darmsanierung unterstützend wirken. Insbesondere zählen kultivierte Lebensmittel, fermentierte Lebensmittel sowie präbiotische Lebensmittel dazu.

Kultivierte Lebensmittel

Ein sehr guter Lieferant für Milchsäurebakterien, die beim Aufbau der Darmflora helfen können, ist Joghurt. Er ist eine hervorragende Probiotika-Quelle. Mit Kefir aus Ziegenmilch oder Kuhmilch können Sie sogar ähnliche Resultate wie mit Probiotika-Kapseln erzielen. Aber auch saure Gurken, Sauerkraut, Apfelessig, Käse oder Miso enthalten wertvolle Probiotika für den Darm.

Kefir beispielsweise ist so reich an Bakterienkulturen, dass ein Liter davon mehr Probiotika enthält, als in allen Ergänzungsmitteln oder Kapseln. Natürlich ist es aber nicht für jeden eine echte Alternative, täglich einen Liter Kefir zu trinken, ganz zu schweigen von den deutlich höheren Kosten im Vergleich zu Kapseln. Zudem ist es für Menschen mit einer Lactoseintoleranz nochmal deutlich schwieriger, so viele Bakterienstämme über die Nahrung zu sich zu nehmen.

Fermentierte Lebensmittel

Mit fermentierten Lebensmitteln trägt man zu einem sauren Milieu im Darm bei und unterstützt dabei die guten Bakterien, die in diesem Milieu besser überleben und sich besser im Darm vermehren können.

Apfelessig und fermentiertes Gemüse aller Art wie Sauerkraut, Kimchi oder Essiggurken sind wertvolle fermentierte Lebensmittel. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass kein Salz zugesetzt ist, denn Salze heben die Wirkung auf den pH-Wert im Darm teilweise auf.

Präbiotische Lebensmittel

Präbiotische Lebensmittel sind solche, die hinter den Kulissen mit dazu beitragen, die Darmflora positiv zu beeinflussen. Bestandteile dieser Lebensmittel bleiben unverdaut und haben keinen direkten Effekt, dienen aber den probiotischen Bakterienkulturen als Nahrungsgrundlage.

Durch die Fütterung der Bakterien kann deren Wirkung verstärkt werden, da sie sich besser vermehren und zahlreicher überleben können. Zu den empfehlenswerten präbiotischen Lebensmitteln zählen beispielsweise Chicorée, Artischocken, Zwiebeln, Lauch, Knoblauch, Spargel, Pastinaken, grüne Bananen, Cashewnüsse oder auch kalter Reis und kalte Kartoffeln.

 

 

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