Letztes Update: 28.11.20

 

Bevor Sie einfach eine beliebige Haarkur kaufen, sollten Sie sich etwas mehr damit befassen, für welchen Einsatzbereich es welche Haarkuren gibt, worauf Sie beim Kauf achten müssen und wie die jeweilige Haarkur anzuwenden ist. Neben den besten Haarkuren, die wir in unsere Haarkur Test für Sie ermittelt haben, bekommen Sie von uns auch Tipps mit auf den Weg, wie Sie selbst eine Haarkur für strapaziertes Haar, trockenes Haar oder kaputtes Haar herstellen können.

 

Was ist eine Haarkur und wie wirkt diese?

In der Regel wird eine Haarkur genutzt, um schöne Haare zu fördern, indem man trockene Haare mit Feuchtigkeit versorgt, ihnen mehr Glanz verleiht, Spliss und Haarbruch vorbeugt und sie zusätzlich pflegt. Haar, das durch Sonne, Meer, Heizungsluft, Föhnen oder Färben stark beansprucht ist, profitieren von einer Haarkur bzw. Haarmaske ganz besonders. Eine Haarmaske glättet geschädigtes Haar, repariert es aber nicht. Dies sollte man stets im Hinterkopf behalten, auch wenn der eine oder andere Haarkur Test hier gegenteiliges behauptet. Bestimmte Inhaltsstoffe in Haarkuren wie beispielsweise Silikone können das Haar auf Dauer sogar matter machen und es kraftlos wirken lassen. Entsprechend ist es wichtig, Haarkuren nicht zu oft anzuwenden und wenn möglich Haarkuren ohne Silikone zu verwenden.

Als Haupt-Wirkstoff kommen in den meisten Haarkurzen pflegende Inhaltsstoffe wie Aloe Vera, Kokosöl oder Avocadoöl zum Einsatz. Dies verleiht dem Haar Kraft, beugt Spliss vor und lassen Nährstoffe in die Haare eindringen. Hält man sich daran, lassen sich mit einer solchen Pflege schöne Haare schön halten und beanspruchte Haare verschönern.

 

Welche verschiedenen Arten von Haarkuren gibt es?

Da es am Markt so viele verschiedene Haarkuren gibt, sollte man sich vorab für eine Art von Haarkur entscheiden, um das Angebot bestmöglich eingrenzen zu können. In der Regel unterscheidet man neben den verschiedenen Herstellern und den Eigenschaften der Kur meist zwischen folgenden zwei Produkten, die sich in der Art der Anwendung unterscheiden:

Leave-In-Haarkuren: Bei Leave-In-Haarkuren handelt es sich um Produkte, die nach dem Waschen in die handtuchtrockenen Haare oder direkt in trockenes Haar einmassiert werden und nicht ausgewaschen werden. Solche Produkte werden häufig aufgesprüht und verbleiben im Haar. Sie werden also nicht ausgewaschen.

Rinse-Out-Haarkuren: Die klassische Form der Haarkur ist die sogenannte Rinse-Out-Haarkur, die man nach der Anwendung ausspülen muss. Es gibt auch Haarkuren für besonders strapaziertes Haar, die man über Nacht einwirken lassen kann, bevor man sie ausspülen muss. In der Regel sollte man das Haar erst waschen, dann kann man die Kur einwirken lassen und spült sie anschließend wieder aus. Bei den meisten Varianten schadet es auch nicht, wenn Sie sie länger einwirken lassen. Sie spenden Feuchtigkeit bis in die Spitzen der Haare und es gibt eine große Produktvielfalt mit unterschiedlichen Wirkstoffen.

Richtige Anwendung der Haarkur

Die besten Ergebnisse nach der Anwendung einer Haarkur lassen sich erzielen, wenn man sie direkt nach der Haarwäsche anwendet. Denn durch das Waschen wird überflüssiges Talg von den Haaren entfernt und die Haare können Wirkstoffe besser aufnehmen. Das Wasser sollte mit etwas Druck aus dem Haar herausgedrückt werden, bevor man die Kur ins handtuchtrockene Haar aufträgt und einmassiert. Ist das Haar zu nass, perlt die Maske mitunter einfach ab und kann nicht mehr im Inneren der Haare wirken. Sind die Haarfasern durch die Feuchtigkeit geöffnet, können die Wirkstoffe deutlich tiefer einpflegen und der positive Effekt bei der Haarpflege wird verstärkt.

Beachten Sie auch, dass die meisten Produkte nicht am Haaransatz angewendet werden sollte, denn hier lassen sich keine positiven Effekte erzielen. Produkte zur Haarpflege wie Masken, Kuren, Conditioner & Co. gehören in die Längen und Spitzen, wo sie ihre Pflegewirkung entfalten, das Haar glätten und Spliss entgegenwirken können.

Wichtig ist, die Häufigkeit der Anwendung zu beachten. Viel hilft im Falle von der Haarpflege nicht immer auch viel. Insbesondere Kuren oder Conditioner können zwar für schöne Haare sorgen, bei zu häufiger Anwendung kann aber der gegenteilige Effekt entstehen. Wir empfehlen, selbst bei besonders strapaziertem oder brüchigem Haar einen Mindestabstand von ein oder zwei Wochen einzuhalten, um das Haar durch die Kur oder Haarpackung nicht zusätzlich zu belasten. Je nach Produkt und Anwendung lassen sich manche Produkte auch zwei Mal pro Woche anwenden, hier kommt es aber stark auf Ihren Haartyp und die Haarmaske an sich an. Probieren Sie die Produkte erst aus, bevor Sie sie deutlich länger einwirken lassen oder häufiger anwenden als empfohlen.

 

Haarkur Test: Darauf sollten Sie achten!

Wenn Sie eine Haarkur kaufen, sollten Sie neben der richtigen Art auch auf die Inhaltsstoffe, die Dosierung, Einwirkzeit und die Konsistenz achten, denn hier gibt es mitunter große Unterschiede zwischen den verschiedenen Produkten.

Inhaltsstoffe

Insbesondere der Liste der Inhaltsstoffe sollten Sie sich etwas intensiver anschauen. Damit die Haare nicht leiden, sollten Sie – wie zuvor bereits erwähnt – Haarkuren ohne Silikone den Vorzug geben. Sie können auf Dauer eher schädlich sein, wie auch Stiftung Warentest erst kürzlich in einem Statement zu dem Thema bestätigte. Das Haar kann langfristig durch die Silikone sogar an Volumen verlieren.

Silikonfreie Haarmasken setzen auf Ersatzstoffe wie Pferdemark oder andere Inhaltsstoffe. Da sich zudem kein Silikonmantel um die Haare legt, wirken sie langfristig besser. Ein weiterer Stoff, denn Sie vermeiden sollten, sind Parabene. Es gibt Haarkuren, die nach wie vor Parabene einsetzen, allerdings können diese Allergien auslösen und ein Jucken auf der Kopfhaut verursachen.

Darüber hinaus lohnt sich natürlich auch ein Blick auf die pflegenden Inhaltsstoffe. Hier kommen neben Aloe Vera und diversen natürlichen Ölen auch andere Inhaltsstoffe wie Sheabutter zum Einsatz.

Dosierbarkeit

Wie einfach sich eine Kur dosieren lässt, hängt unmittelbar von der Art des Behälters ab, in dem die Produkte abgefüllt werden. Es gibt Haarkuren, die nicht ausgewaschen werden müssen und sich einfach aufsprühen lassen, meistens werden sie aber in einem Tiegel oder einer Tube geliefert, was die Dosierung ebenfalls einfach macht. In der Regel ist es empfehlenswerter, sich für einen größeren Tiegel zu entscheiden, denn hier ist das Entnehmen einfacher und in der Regel ist auch das Preis-Leistungs-Verhältnis besser.

Was die Häufigkeit der Anwendung angeht, empfehlen wir, sich an die Richtlinien der Hersteller zu halten. In der Regel werden Haarkuren einmal pro Woche angewendet oder sogar nur alle zwei Wochen. Bei besonders strapaziertem Haar kann zu Beginn auch eine zwei Mal wöchentliche Anwendung sinnvoll sein.

Einwirkzeit

Die Einwirkzeit ist von Produkt zu Produkt unterschiedlich. Manche Haarkuren müssen nur einige Minuten einwirken, bei anderen – meist bei Haaröl – kann man ruhig auch die ganze Nacht zum Einwirken nutzen. Hier ist es am besten, ein Handtuch über die Haare zu binden.

Konsistenz

Die Konsistenz von Haarkuren kann sehr unterschiedlich sein. Die meisten Kuren sind eher cremig bzw. fast wachsartig. Es gibt auch Haarkuren, die eigentlich eher einem Haaröl gleichen und deutlich flüssiger sind. Je ölhaltiger eine Kur ist, desto öliger und flüssiger wird sie natürlich, was das Anbringen auf das gesamte Haar bis in die Spitzen erschweren kann. Einige Hersteller bieten auch sehr feste Haarmasken an, die nicht zerlaufen. Das Verteilen im Haar ist hier allerdings auch etwas aufwändiger. Hier sollten Sie selbst herausfinden, was Ihnen am liebsten ist und was sich für Sie am besten anfühlt. Bezüglich der Wirksamkeit lassen sich keine Aussagen bzw. Rückschlüsse auf die Konsistenz treffen.

Für wen ist eine Haarkur geeignet?

Grundsätzlich ist eine gute Haarpflege für alle Arten von Haaren geeignet, unabhängig davon, ob Sie lockiges, feines, dickes oder coloriertes Haar haben. Vor allem jedoch, wenn Sie unter strapaziertem, splissigem oder trockenem Haar leiden, kann das Haar von einer Kur profitieren, denn es muss von innen heraus gepflegt und geglättet werden. Auch wenn Sie unter Haarausfall leiden, kann eine Kur, die gleichzeitig dem Haarausfall entgegenwirkt, sehr empfehlenswert sein. Im Test haben wir uns die besten Haarkuren für verschiedene Haartypen angeschaut und die Testsieger für Sie zusammengefasst.

 

Beste Haarkur bei Haarausfall

 

Die beste Haarkur bei Haarausfall ist schwer zu finden, denn es gibt viele verschiedene Ursachen für Haarausfall. Eine Rücksprache mit dem Arzt ist daher immer empfehlenswert, bevor Sie eine Kur verwenden. Auf jeden Fall sollte die Kur das Haar nicht zusätzlich angreifen oder schädigen und sie sollte hochwertige Inhaltsstoffe haben, die die noch vorhandenen Haare pflegen, stärken und mit Nährstoffen versorgen.

Ein sehr empfehlenswertes Produkt, das zwar nicht direkt gegen Haarausfall wirkt, das noch vorhandene Haar aber zusätzlich stärken, sehr gut pflegen und Haarbruch vermeiden kann, ist die Serie Expert Inforcer Maske von L’Oréal. Das Produkt ist sehr einfach in der Anwendung, die Haarstruktur kann spürbar verbessert werden und es pflegt die Haare sehr gut. Zusätzlich kann es dann sinnvoll sein, ein aktives Serum gegen den Haarausfall zu nutzen, um auch hier einen positiven Effekt erzielen zu können.

 

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Beste Haarkur bei trockenem Haar

 

Die beste Haarkur für trockene Haare ist schonend, spendet viel Feuchtigkeit und bringt die Haare wieder zum Glänzen. Auf Produkte mit vielen künstlichen Farbstoffen, Konservierungsmitteln oder Silikonen sollten Sie unbedingt verzichten. Zudem sollten Sie vermeiden, die Haare zu häufig zu waschen, denn dies entzieht ihnen zusätzlich Feuchtigkeit und zerstört den natürlichen Schutz der Haare. Beim Waschen empfiehlt es sich zudem, das Shampoo nur am Ansatz aufzutragen und sehr wenig zu verwenden, so dass es gar nicht erst bis in die ohnehin anfälligen Spitzen gelangt.

Wenn Sie lockige Haare haben, sind sie häufig ohnehin kräftig und voluminös. Sie brauchen dann eine Kur, die das Kämmen erleichtert und viel Feuchtigkeit spendet, denn lockige Haare sind häufig eher trocken. Entsprechend eignet sich eine Haarmaske oder Kur sehr gut, die auch bei trockenem Haar empfehlenswert ist.

Ein sehr empfehlenswertes Produkt bei trockenen und lockigen Haaren ist die Intensivkur von Dr. Schedu Berlin. Sie ist silikonfrei, frei von Parabenen und auch Paraffine sind nicht enthalten. Zudem ist es tierversuchsfrei in Deutschland hergestellt. Sie ist mit vielen pflegenden Inhaltsstoffen angereichert, spendet Feuchtigkeit und ist sehr ergiebig. Auch das Auftragen ist sehr unkompliziert, was ebenfalls ein Vorteil ist, denn so müssen Sie sich nicht mit einem Kamm oder einer Bürste lange abmühen.

 

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Beste Haarkur bei kaputtem Haar

 

Wenn Sie sprödes Haar oder sehr strapaziertes Haar haben, sollten Sie nicht immer zwangsläufig auf Silikon als Inhaltsstoff verzichten, denn es kann gegebenenfalls als zusätzliche Schutzschicht für ohnehin geschädigtes Haar sorgen. Die Kur sollte die Haare mit Vitaminen versorgen und glätten. Auch für coloriertes Haar ist dies empfehlenswert, denn das Haar ist durch die Farbe ohnehin bereits leicht angegriffen. Viele Kuren für trockene Haare und stark von Spliss geplagte Haare sind auch für kaputtes Haar sehr empfehlenswert.

Besonders die sogenannte „Wunder Kur“ von John Frieda konnte sich hier im Test hervortun, denn sie schützt vor Haarbruch, macht das Haar geschmeidiger und wirkt sehr tief. Es handelt sich um eine Intensivkur bzw. Intensiv-Maske, die sehr ergiebig ist und sich auch bei Dauerwellen einsetzen lässt. Zwar sind in dem Produkt shampoo-wasserlösliche Silikone enthalten, allerdings helfen diese bei stark von Spliss geplagtem Haar in der Tat sehr gut, um es zu schützen, glatter zu machen und ihm einen schönen Glanz zu verleihen. Mit Ersatzstoffen lässt sich in diesem Fall kein so starker Effekt erzielen.

 

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Beste Haarkur für sehr feines und dünnes Haar

 

Sehr feinem Haar fehlt es an Spannkraft und Volumen, was das Frisieren erschwert. Das Kämmen hingegen ist ohnehin sehr einfach, daher ist hier eine Kur empfehlenswert, die das Haar mit Vitaminen versorgt, es voluminöser machen kann und kräftigt.

Besonders empfehlenswert für sehr dünne Haare ist die SP System Professional Luxeoil Maske von Wella, denn sie besteht aus einer Kombination aus hochwertigen Ölen, die die Haare besonders stärken. Die Wirksamkeit ist hier sehr hoch und obwohl Silikone enthalten sind, können wir das Produkt sehr empfehlen. Sie sollten die Maske allerdings keinesfalls zu häufig anwenden und auch nur dann, wenn Ihre Haare ansonsten gesund und nicht beschädigt sind.

 

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Vor- und Nachteile einer klassischen Haarkur

Die meisten Haarkuren werden einmal wöchentlich oder alle zwei Wochen anstatt eines Conditioners verwendet. Damit die Kur bis in die Spitzen gelangt und sich gleichmäßig verteilt, ist ein Auftragen mit dem Kamm empfehlenswert. Wickelt man das Haar anschließend in ein warmes Handtuch ein, öffnet sich die Schuppenschicht der Haare noch besser und die Wirkstoffe können am besten einziehen. Manche Produkte müssen nur einige Minuten einwirken, während man andere Produkte auch über Nacht einwirken lassen kann. Die Anwendung ist also grundsätzlich sehr einfach.

Da Haarkuren einen hohen Anteil an Ölen und Vitaminen haben, pflegen sie das Haar sehr gut und geben ihm Feuchtigkeit. Der einzige echte Nachteil von Haarkuren ist die eingeschränkte Anwendung über ein bestimmtes Zeitfenster. Wer das Bedürfnis verspürt, häufiger eine Anwendung durchführen zu wollen, dem empfehlen wir, ein Haaröl zwischendurch zu verwenden, denn auch Haaröl entfaltet eine gute Pflegewirkung. Es kann aber öfter verwendet werden. Im Vergleich zu Haarkuren und Haarmasken lässt es sich aber nicht so leicht ausspülen, da das Öl an den Haaren stärker haftet. Bedenken Sie bei der Anwendung einer Haarkur immer auch, dass sie das Haar zwar pflegt, besser kämmbar und strapazierfähiger machen, aber nicht reparieren kann.

 

Haarkur kaufen: Internet vs. Drogerie

Wenn Sie  vergleichen, wie teuer eine bestimmte Haarkur DM, Amazon oder ein anderes Internetprotal verkauft, werden Sie meist kaum Unterschiede feststellen. Sowohl im Drogeriemarkt als auch im gutsortierten Supermarkt kann man bereits Produkte für etwa 2 Euro pro 100 ml bekommen. Markenprodukte sind dann in der Regel etwas teurer und können bei einer Haarmaske bis zu 20 Euro je 100 ml kosten. Schöne Haare müssen aber nicht zwangsläufig teuer sein, wie auch unser Haarkur Test gezeigt hat. Auch eine günstige Haarmaske kann eine sehr gute Wirkung entfalten und sich gut einmassieren und ausspülen lassen.

Die Preislage ist im Internet nicht anders, allerdings ist hier die Auswahl deutlich größer und mit etwas Glück lassen sich sowohl online als auch im Drogeriemarkt Schnäppchen machen. Am besten vergleichen Sie Preise, schauen sich in Ruhe um und prüfen, wo es Ihre bevorzugte Haarkur zu welchem Preis zu kaufen gibt.

 

Beliebte Hersteller

Zu den bekanntesten Herstellern für Haarkuren gehören beispielsweise Garnier, Dove, Hugl, Gliss Kur, Goldwell, L’Oréal, Nioxin, Pantene, Rausch, Schwarzkopf sowie Wella, Syoss oder Swiss O‘ Pair.

Auch etwas unbekanntere Hersteller wie Marlies Möller oder John Frieda haben sich als empfehlenswerte Hersteller von Haarkuren für coloriertes, widerspenstiges, beschädigtes und trockenes Haar einen Namen gemacht. Im Test haben viele der Markenprodukte gut abgeschnitten, aber es gibt auch einige unbekannte Marken, insbesondere auch im Bereich der Naturkosmetik, die durchaus empfehlenswert sind. Sie sollten daher nicht nur auf den Hersteller der Produkte schauen, sondern sich auf jeden Fall auch mit Bewertungen anderer Käufer sowie Testergebnissen befassen.

 

Haarkur Ratgeber

Nun haben Sie schon viel über Hersteller, Anwendung, Dosierung sowie Vor- und Nachteile erfahren und auch die besten Artikel haben wir Ihnen bereits vorgestellt. Dennoch sind wir noch nicht ganz am Ende, denn es gibt noch einige Dinge, die wir Ihnen nicht vorenthalten möchten. Hierzu gehört insbesondere auch das Thema DIY-Haarkur. Denn im Test hat sich gezeigt, dass auch selbstgemachte Kuren durchaus sehr empfehlenswert sein können.

Was es darüber hinaus zu Haarkuren sonst noch zu sagen gibt, worauf Sie noch achten können und was sie von Haarmasken unterscheidet, haben wir im Folgenden nochmals für Sie zusammengefasst.

 

Haarkur DIY: Haarkur selber machen!

Im Prinzip kann gute Haarkuren auch selbst herstellen, ohne viel Geld dafür ausgeben zu müssen. Angesichts der recht günstigen Preise für viele Haarkuren ist dies aber nicht unbedingt eine wirtschaftliche Frage, sondern vielmehr eine Frage, ob man eine selbst hergestellte Haarkur aus natürlichen Inhaltsstoffen bevorzugt oder nicht. Zwei gute Rezepte für Haarkuren haben wir hier für Sie:

Zitronen-Avokado-Haarkur: Für diese einfache Haarkur braucht man lediglich eine reife Avokado, ein paar Tropfen Olivenöl und einen Spritzer Zitronensaft. Das war’s schon. Die Zutaten werden miteinander vermischt und die Maske wird direkt auf das trockene Haar aufgetragen. Idealerweise wickelt man die Haare dann noch mit Frischhaltefolie ein und lässt alles etwa 30 Minuten einwirken. Besonders bei trockenem und splissigem Haar lassen sich mit dieser Kur gute Ergebnisse erzielen.

Ei-Honig-Maske: Auch diese Haarmaske ist sehr einfach herzustellen, denn man benötigt lediglich einen Teelöffel Honig, den Saft einer halben Zitrone sowie 1 Eigelb und einen Teelöffel Ölivenöl. Verquirlt man alles, erhält man eine schöne Masse, die sich angenehm einmassieren lässt. Nach kurzer Einwirkzeit wird alles einfach wieder ausgewaschen. Dies gibt dem Haar Feuchtigkeit zurück und hilft zudem sehr gut gegen juckende Kopfhaut.

 

Unterschied Haarkur und Haarmaske

Im Grunde genommen unterscheiden sich Haarkur und Haarmaske nicht wesentlich voneinander, denn beide verfolgen den gleichen Zweck. Sie sollten nicht zu häufig angewendet werden, entfalten eine gute Pflegewirkung im Haar und haben einen hohen Anteil an Ölen und Vitaminen. Masken sind in der Regel eher eine intensive Creme-Pflege, in der häufig Proteine und pflanzliche Öle wie Arganöl oder Jojobaöl enthalten sind. Das Durchkämmen nach dem Duschen wird sowohl bei Masken als auch Kuren erleichtert. Masken enthalten lediglich einen etwas höheren Anteil an Öl, was insbesondere für trockenes Haar gut ist.

 

Gibt es tierversuchsfreie und vegane Haarkuren?

Insbesondere im Bereich der Naturkosmetik gibt es heute viele Produkte, die komplett vegan und tierversuchsfrei hergestellt werden. Häufig wird hier auch komplett auf Palmöl verzichtet, denn auch dieses Produkt wirkt sich indirekt negativ auf die Lebensräume von Tieren aus. Wenn Sie eine gute vegane und tierversuchsfreie Haarkur kaufen, müssen Sie zwar mitunter etwas tiefer in die Tasche greifen, erwerben dann aber nicht selten auch ein Produkt, das komplett ohne Silikone, Parabene und Paraffine auskommt. Damit tun Sie nicht nur sich selbst, sondern auch der Umwelt etwas Gutes.

 

 

Meistgestellte Fragen (FAQs)

 

Sollten Sie weitere Fragen zu Haarkuren, Haarmasken oder Haarölen haben, zögern Sie bitte nicht, uns zu kontaktieren. Die meistgestellten Fragen, die uns zu dem Thema erreichen, haben wir im Folgenden kurz für Sie zusammengefasst.

 

Wie oft sollte man eine Haarkur bei trockenem Haar anwenden?

Trockene Haare sind im Allgemeinen empfindlicher als andere Haare, deshalb sollte man hier besondere Vorsicht walten lassen. Zu häufiges Anwenden einer Haarkur ist zwar gut gemeint, aber kontraproduktiv, denn das Haar kann dadurch kraftlos, schwer und matt werden. Friseure empfehlen, Haarkuren höchstens einmal in der Woche anzuwenden. Bei empfindlichem und trockenem Haar kann es sogar besser sein, die Haarpflege nur alle zwei Wochen mit einer Kur zu intensivieren.

 

Kann eine Haarkur schlecht werden?

Insbesondere selbst hergestellte Haarkuren halten sich nach dem Anrühren nicht mehr besonders lange. Sie sollten sofort oder spätestens am Folgetrag auf das Haar aufgetragen werden. Auch industriell hergestellte Haarkuren haben ein Verfallsdatum. Solange die Verpackung verschlossen ist, halten sich die Produkte aber sehr lange. Nach dem Öffnen sollte man sich an die Vorgaben des Herstellers halten, was das Verfallsdatum angeht. Dazu findet sich auf allen Produkten auf der Vorder- oder Rückseite ein Symbol einer kleinen geöffneten Cremedose, in dem eine Zahl steht. Diese Zahl gibt die Anzahl an Monaten an, wie lange das Produkt nach dem Öffnen noch haltbar ist.

 

Kann man eine Haarkur ins trockene Haar machen?

Es gibt Kuren, die explizit für das trockene Haar gedacht sind. Die meisten Kuren sind aber ins handtuchnasse Haar einzumassieren, nachdem es gewaschen wurde. Dann ist das Haar besonders aufnahmefähig für die Wirkstoffe und das Pflegemittel kann dann besser wirken. Für komplett trockenes Haar sind eher Haarkur-Sprays geeignet, bei klassischen Masken und Ölen empfehlen wir das Auftragen ins nasse, am besten noch leicht warme Haar.

 

Schädigt eine Haarkur die Haare?

In der Tat kann es schlecht für das Haar sein, wenn man eine Haarkur zu lange einwirken lässt oder zu häufig nutzt. Nicht alle Kuren dürfen über Nacht einwirken, denn dies kann dem Haar Feuchtigkeit entziehen, sie matt wirken lassen und sogar die Haarstruktur schädigen. Gleiches gilt, wenn man Haarkuren übertrieben häufig anwendet. Hierfür sind Haaröle besser geeignet. Insbesondere wer trockenes Haar hat, sollte also die Produktauswahl mit Bedacht treffen.

 

Gibt es einen Haarkur Test der Stiftung Warentest?

Stiftung Warentest hat zwar Haarkuren getestet, allerdings liegt dieser Test schon viele Jahre zurück, denn er stammt aus dem Jahr 2004. Einen neueren Test gibt es nicht, obwohl zwischenzeitlich eine Vielzahl von neuen Produkten auf den Markt gekommen sind. Einen aktuellen Stiftung Warentest Testsieger aus einem Haarkur Test im Jahr 2020 gibt es daher natürlich nicht mehr.

Haarkur Test 2020: Unser Fazit!

Wenn Sie eine gute Haarpflege in Form einer Kur, Maske oder eines Öls kaufen möchten, sollten Sie sich vorab ausgiebig informieren, denn das Angebot ist groß und für jede Art von Haaren gibt es die passende Haarpflege.

Unser Haarkuren Test hat gezeigt, dass sich auch der Kauf von günstigen Alternativen zu den häufig teureren Markenprodukten lohnen kann. Welches Produkt für Ihre Zwecke ideal ist und mit welcher Konsistenz Sie am besten zurechtkommen, müssen Sie am Ende selbst ausprobieren, hier gibt es kein Richtig oder Falsch. Grundsätzlich empfehlen wir Produkte, die auf Silikone, Parabene und Konservierungsstoffe sowie Palmöl verzichten, es kann aber insbesondere bei sehr dünnen Haaren oder Haar mit viel Spliss durchaus sinnvoll sein, sich dennoch für ein Produkt mit Silikon zu entscheiden, da der Effekt einfach deutlich besser ist als mit Ersatzstoffen. Wer es nicht braucht, sollte aber darauf möglichst verzichten.

Am meisten lohnen sich entsprechende Produkte, wenn Sie sehr trockenes oder geschädigtes Haar haben. Hier lässt sich eine deutliche Verbesserung erzielen, aber auch Menschen mit normalem Haar können von einer guten Kur profitieren.

Wenn Sie selbst nach intensiver Recherche nicht mehr wissen, welches Produkt Sie nun wählen sollen, empfehlen wir, nur getestete und für gut befundene Produkte an Ihr Haar zu lassen und nicht einfach blind ein günstiges Produkt zu kaufen, über das Sie kaum etwas wissen. Im Zweifel sollten Sie sich dann lieber selbst eine eigene Kur für Ihr Haar herstellen, denn so können Sie sicher sein, dass keine schädigenden Inhaltsstoffe an Ihr Haar kommen. Je mehr Sie sich mit allen Einzelheiten befassen, desto schwerer wird Ihnen die Entscheidung am Ende eventuell fallen. Wenn es schnell gehen soll, können Sie sich daher auf unsere Empfehlung verlassen, denn den Großteil der Recherchearbeit haben wir bereits für Sie erledigt.

 

 

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